Erdogone? (2014/2017)

Köln am 24. Mai 2014. Während Recep Tayyip Erdogan seine Landsleute in der Lanxess-Arena auf der rechten Seite des Rheins besucht, tobt linksrheinisch ein Sturm aus 30.000 wütenden Protestlern.

Spätestens drei Jahre später ist diese Kritik berechtigt. Der türkische Präsident Erdogan verwandelt am 16. April 2017 die Türkei in ein präsidiales System, begründet durch einen gescheiterten Putschversuch des Militärs, motiviert durch ein Flüchtlingsabkommen mit Europa und illusioniert von einem patriotisch-religiösem Nationalismus – und es war nur eine Frage der Zeit, wann er zugleich den Parteivorsitz der AKP wieder innehat. Widerstand ist unerwünscht und wird gnadenlos verfolgt.

(Köln, 24.05.2014 und 16.04.2017)